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Die Stammgeschlechter

Die Führung eines Familien-Wappens war das Privileg der Adeligen und diente in der Hauptsache als Feldzeichen bei kriegerischen Auseinandersetzungen der Ritter. Es wurde auf den Schutzschildern und Rüstungen angebracht, damit sich die Leute auch bei geschlossenem Visier erkannten. Die Sitte der Wappenführung drang allmählich auch in die bürgerlichen Familien ein. Ein wilder Wappenkult begann, was dazu führte, dass verschiedene Glieder des gleichen Geschlechts stark voneinander abweichende Darstellungen der Wappen-Zeichen wählten.

Die wiedergegebenen Wappen entsprechen in etwa den heraldischen Vorstellungen der Fachleute.

  1. Grueber
  2. Hegner
  3. Kessler
  4. Marti
  5. Ruchenstein
  6. Schwander
  7. Schwiter
  8. Spiser
  9. Stähli

grueber

Grueber

Eine Stammesverwandtschaft der Gruober im schwyzerischen Altviertel mit den Grueber in der March ist nicht anzunehmen. Es gab hier auch Beisassen dieses Namens. Martin Grueber zahlte um 1599 für den Einzug 50 Pfund. Hilari Gruber von Lachen machte um 1629 mit Heinrich Hegner von Galgenen eine Pilgerfahrt ins heilige Land und wurde dort Ritter des heiligen Grabes. Er war 1628-1629 Ammann der March. Das Geschlecht ist in der Gemeinde-Korporation und der Genossame eingetragen. Ein Thadeus Grueber erscheint öfters als Schreiber und Verordneter im Genossenbuch. Das Wappen des Fridli Gruber, Ammann in der March, stammt nach einem Siegel vom 2. Februar 1638 in Tuggen.

hegner

Hegner

Eines der ältesten, angesehensten und verdienstvollsten Geschlechter der March und mit der Geschichte dieser Landschaft auf das Engste verbunden. Das rechtliche Verhältnis der March regelte der Landrechtsbrief vom 13. Mai 1314, besiegelt von Arnold Hegner, Ammann in der March, im Namen des Ammanns und der Landleute zu Schwyz, und von Heinrich Hegner, Rudolf Stählin, Peter Schriber, Heini Bruchi, Heini Gugelberg und Rudolf Dilia, im Namen der Landleute der March. Ammann Arnold Hegner half im Jahre 1428 entscheidend mit, den Streit der Zürcher und des Grafen von Toggenburg mit Glarus, zusammen mit dem Boten von Schwyz, zu schlichten. In der Schlacht bei Ragaz 1446 fielen zwei Hegner. Arnold Hegner war bis 1434 fünfmal Ammann und nach ihm bekleideten dieses Amt nicht weniger als 18 des Geschlechts. Seit 1642 besorgten fünf Hegner über hundert Jahre die Landschreiberei der March. Der Stamm der Hegner wurzelt in der Mittelmarch. Das Geschlecht wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts durch Landschreiber Franz Ignaz Hegner nach Lachen verpflanzt, wo dessen Nachkommen dauernd niedergelassen sind. 21 Wappen bestehen für das Geschlecht der Hegner. Die hier verwendete Hegnermarke basiert auf Siegeln des Johann Heinrich, Ammann in der March, vom 9.Oktober 1650 in der Genossenlande Lachen.

kessler

Kessler

Als alte Landleute der March sind sie Korporationsbürger und Genossen verschiedener March-Gemeinden. Im Jahre 1562 wurde von der Landsgemeinde bewilligt, dass die Kinder des Uli Kessler von Schwyz, Landmann der March, wenn sie wieder ihren Wohnsitz in der March nehmen, als Landsleute anzuerkennen seien. Die Kessler führen ein sogenannt redendes Wappen, das ein Kirchenfester in Galgenen schmückt.

marti

Marti

In der March stammen sie aus Altendorf. Dort sind sie Genossen der Gemeindekorporation, Mitglieder der Genossame Schillingsrüti, Kirchenbann, St. Johannsbann und Talbann, ferner Korporationsbürger von Lachen und Mitglieder der Genossame Lachen. Heinrich Marti aus der March fiel 1446 bei Ragaz. Es ist ein Marti im Jahrbuch der Stadt Basel erwähnt, der in der Schlacht bei St. Jakob an der Birs gefallen ist. Heinrich Jakob war 1734-1765 Pfarrer in Altendorf; Josef Anton von Altendorf 1764-1772 Pfarrer im Wägital; Pantaleon Chorherr zu Oropa in Italien, gestorben 1764. Das Wappen ist auf einem Bruderschaftsschild des Josef Anton Marti von 1758. Marti ist das einzige Genossen-Geschlecht, das ein Lebewesen im Wappen führt. Zudem basiert die Darstellung auf einem religiösen Symbol, dem Osterlamm.

ruchenstein

Ruchenstein

Am 11. März 1941 fand man bei Bauarbeiten im Chor der Predigerkirche in Zürich, wo sich heute das Staatsarchiv befindet, eine Grabplatte. Sie diente als Sturz einer mittelalterlichen Eingangstüre zum Dachstuhl des gotischen Chors aus dem 14. Jahrhundert. Da die Schriftseite nach unten schaute, konnte bei künstlicher Beleuchtung ein Teil davon gelesen werden: Hic est sepultus frater Heinricus de Ruchenstein +  (Hier liegt begraben Bruder Heinrich von Ruchenstein)

Durch das Hochbauamt des Kanton Zürichs wurde der kostbare Fund herausgenommen und im Lesesaal des Staatsarchives aufgestellt. Die bald 700jährige Grabplatte ist ein wertvoller Beitrag zur Geschichte des um 1230 gegründeten Predigerklosters. Das Totenmal ist das älteste erhaltene Monument der Zürcher Epigraphik. Die Datierung des Fundes war erst mit den historischen Zusammenhängen möglich. Nach Ruchenstein beziehungsweise Galgenen (Bezirk March, Kanton Schwyz) nannte sich ein Rapperswiler Ministerialengeschlecht, das mit Rudolf und Ulrich von Galgenen 1229 erstmals auftritt. Die Ritter von Ruchenstein sassen später auf Kasteln im Schenkenbergertal (Aargau), wo die hintere Burg "Ruchenstein" genannt wurde. Doch schon 1326 starb dieses Geschlecht aus. Der Predigerbruder Heinrich von Galgenen (von Ruchenstein) stammte ebenfalls aus dieser Familie. Im Urkundenbuch der Stadt Zürich erscheint er als Angehöriger des Zürcher Dominikanerklosters. Nach 1262 wird der Dominikaner Heinrich von Ruchenstein in Urkunden nicht mehr erwähnt: er dürfte damals gestorben sein, so dass seine Grabplatte um 1270 zu datieren ist.

Die bearbeitete Oberfläche der Grabplatte ist 74 cm breit und 114 beziehungsweise 130 cm hoch. Beim abgesprengten Stück am Fusse der Platte handelt es sich um einen alten Defekt. Die Stärke des Gedenksteines beträgt links 17 und rechts 9 cm. Als Material der ganzen, etwa 700 kg schweren Platte diente Buchberger- oder Bolliger-Sandstein aus dem Gebiet des oberen Zürichsees. Während die Rückseite unbehauen ist, prangt auf der Vorderseite der Grabplatte als Verzierung das Relief einer siebenblättrigen Blume. Die Zeilenlänge der Innschrift beträgt 70 cm, und die Buchstaben sind im Wechsel 8 und 9 cm hoch.

Das Geschlecht der Ruchenstein findet sich unter den alten Mitgliedern der Gemeindekorporation Lachen, Altendorf, Galgenen und in der Genossame Lachen, St. Johannsbann und Schillingsrüti. Das Wappen ist in der Sammlung B. Düggelin von einem Grabmal des alten Friedhofes Lachen.

schwander

Schwander

Alte Landleute der March, aus Lachen stammend und dort im Jahrzeitbuch bis Mitte des 18. Jahrhunderts verzeichnet. Sie sind schon 1406 in den Registern der Genossame eingetragen. Vor gut zweihundert Jahren ist eine Linie des Geschlechts der Schwander von Lachen nach Galgenen übergesiedelt. Nach einem Stammbaum des Genealogen Johann Hunger sind um 1780 Schwander nach Markirch im Elsass ausgewandert. Vital geb. 1841 war u.a. Hauptinitiant zur Gründung der Kantonalbank. Im Genossenbuch wird ein Schwander als Erster im Mitgliederverzeichnis aufgeführt. Später erscheint wieder ein Schwander als "Rathalter". Der dritte Vital Schwander war ebenfalls lange Jahre erfolgreicher Genossenpräsident, Kantonsrat, Regierungsrat und Nationalrat. Die neue Hausmarke zeigt den obern, rechten Teil eines Geviert-Wappens der Familie Schwander.

schwiter

Schwiter

Alte Landleute der March, Genossen der Gemeindekorporation Lachen, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Wangen und Mitglieder der Genossame Lachen und beider Wägital. das Geschlecht stammt aus dem Wägital und verbreitete sich später auch in anderen Gemeinden der March. Dem geistlichen Stand gehörten eine lange Reihe von Schwiter an. Erwähnenswert ist, dass im 17. Jahrhundert Anna Maria Schwiter Priorin des Klosters Wurmsbach und dass ebenfalls eine Hedwig Schwiter als Klosterfrau im Gnadental ihren Sinn sah. Schwiter gibt es auch in den Kantonen Glarus und Uri. In der Genossame spielten sie eine ganz bedeutende Rolle und waren eines der stärksten Geschlechter. Unter den Schwiters befinden sich viele gewerbliche Darstellungen, z.B. Müller, Bäcker, Schuster und Ziegelmacher. Das dargestellte Schwiter-Wappen ziert ein Kirchenfenster in Galgenen.

spiser

Spiser

Alte Landleute der March, aus Lachen stammend, Mitglieder der dortigen Gemeindekorporation und Genossame. Im öffentlichen Leben sind sie nie besonders hervorgetreten. Das Wappen zeigt einen Mühlestein. Im "Wappenbuch des Kantons Schwyz" ist diese Darstellung nicht vertreten. Die dortigen Wappen zeigen eine S-förmige Hausmarke, woraus mit der Zeit ein Z wurde. Geführt wurde dieses Wappen von Leonti Spiser 1735 und Meinrad Spiser 1757. Die Darstellung eines Z mit zwei flankierenden Sternen war auf dem alten Friedhof in Lachen zu sehen. Die Wappen des Leonti und des Meinrad waren noch mit dem Dreiberg geschmückt.

staehli

Stähli

Alte Landleute der March, aus Altendorf stammend und, nach Zerstörung von Altrapperswil im Jahre 1360, in Lachen angesiedelt. Rudolf Stähli war einer der Mitsiegler des Landrechtsbriefes vom 13. Mai 1414. Hans und Wolfgang Stählin fielen 1446 bei Ragaz. Georg Stählin, genannt Chalibaeus, von Galgenen, Pfarrer in Altendorf, wurde 1420 von Zwingli als Prädikant nach Zürich berufen, kam nachher durch Diebold von Geroldseck auf die einsiedlerische Pfarrei Freienbach, wo er "gar gutwillig Volk fand". 1527 wurde er Pfarrer in Weiningen und kam 1528 als städtischer Prediger nach Biel, wo er der Reformation zum Sieg verhalf. Nach priesterlichen Tätigkeiten in Zelinge, Rüti, Zürich und Turbenthal starb er 1573. Rudolf Stähli war 1564 Ammann in der March und Johann Michael 1872-1874 Kantonslandammann. Die Stähli sind Genossen der Gemeindekorporation und der Genossame Lachen, Gemeindekorporation Altendorf und der Genossame St. Johannsbann sowie der Gemeindekorporation Galgenen. Das heute verwendete Wappen zeigt einen Sparren mit drei Kugeln. Ganz verschieden ist das älteste Stähliwappen. Es zeigt ein Schaf und wurde von Rudolf Stähli am Landrechtsbrief von 1414 als Siegel verwendet. Das jetzige Wappen des Hans Ulrich Stähli von 1633 war am Türsturz eines Hauses in Lachen angebracht.

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